Stollensaison ist eingeläutet

Bei der Stollenprüfung werden sechs Kategorien bewertet:

 

  1. Form
  2. Aussehen
  3. Oberfläche
  4. Kruste
  5. Geruch
  6. Geschmack

 

Traditionell machen einen Christstollen Rosinen, reichlich Butter und eine ordentlichen Puderzucker-Kruste aus. Hier eine Möglichkeit einen „klassischen“ Stollen zu backen:

Der Teig:

1,2 Kilogramm Mehl, 80 Gramm Hefe, 0,4 Liter Milch, 600 Gramm Butter, etwas abgeriebene Zitronenschale und Macisblüte

Die Zutaten:

600 Gramm Rosinen (in Rum einlegen), 100 Gramm süße Mandeln, 10 Gramm bittere Mandeln, 150 Gramm Zitronat, 100 Gramm Orangeat, 100 Gramm Zucker.

Zubereitung:

1.
(Frische) Hefe in etwas lauwarmer Milch auflösen und 15 Minuten gehen lassen. Danach mit Milch, Mehl, Butter und Gewürzen zu Teig verkneten.

2.
Zutaten gleichmäßig zugeben und den Stollen etwa eine Stunde zugedeckt gehen lassen.

3.
Aus dem Teig zwei längliche Rollen formen, mit einem Rundholz in der Mitte vorsichtig etwas platter rollen und danach den dünneren Teigboden wieder zur Mitte hin umschlagen (Geschlagene Stollenform)

4.
Bei 180 Grad ca. 60 Minuten backen.

5.
150 Gramm Butter zerlassen und den Stollen danach bestreichen. Mit Puderzucker bestäuben

6.
Stollen etwa zwei Wochen in einer mit einem Leintuch bedeckten Holzwanne ziehen lassen

Die Qualitäts-Tipps des Experten:

 

- Grundsätzlich gilt: ein Stollen braucht viel Geduld und Zeit

- Früchte lang genug ziehen lassen, mindestens 24 Stunden (Rosinen z.B. Werden in der Regel in Rum eingelegt – Variationen möglich)

- Der Teig sollte bevor er in den Ofen kommt nochmal entspannen, damit er aufgehen

- Gebacken wird ein Stollen bei etwa 92 - 93 Grad Kerntemperatur im Ofen, für 45 bis 50 Minuten

- Besonders wichtig: Ist der Stollen fertig muss er mindestens 1-2 Wochen kühl und dunkel ruhen, damit alle Zutaten „reifen“ können